Verhalten der Katharinasittiche

Katharinasittiche sind friedliche, ruhige Tiere. Bis sie sich an eine neue Umgebung gewöhnt haben, sind sie relativ scheu. Allerdings lassen sie sich nach dieser Eingewöhnungszeit durch nichts mehr stören und werden auch durch Ihre Neugierde zutraulich.
Sie wirken auf den ersten Blick für den Betrachter langweilig, da sie keine so aufgeweckten und "hektischen" Vögel, wie zum Beispiel Wellensittiche sind. Sie sitzen teilweise starr da, hängen kopfüber an dem Volierengitter, beobachten die Umgebung und regen sich kaum.
Beobachtet man sie allerdings etwas länger, kann man erkennen, was für kletterfreudige Sittiche diese Vögel sind. Sie vollbringen dabei fast akrobatische Leistungen. Putzig sieht auch die Art, wie sie laufen und klettern aus. Das tun sie meistens in einer waagerechten, schleichenden Haltung.
Außerdem sind sie sehr gesellige Tiere und sehr partnerbezogen. Wenn sich der Partner entfernt, verständigen sie sich solange mit Rufen, bis sie wieder zueinander gefunden haben. Es wird alles gemeinsam unternommen: fressen, fliegen, schlafen, klettern.  Sie verbringen sehr viel Zeit damit, den Partner zu Kraulen und mit ihm zu Schmusen und sich gegenseitig zu Putzen.
Katharinasittiche haben eine sehr angenehme Stimme, die von leisem Geplabber und gurrendem Gezwitscher bis hin zu lauten, schrillen Rufen geht. Diese schrillen Rufe sind dann der Fall, wenn sich zwei Partner aus den Augen verloren haben, es Auseinandersetzungen wegen des Futters oder der Sitzplätze in der Voliere gibt und nach dem Aufstehen, wenn sich alle begrüßen. Ansonsten sind Katharinasittiche eher ruhige Tiere, das Verständigen wird auf das Nötigste beschränkt und wenn doch, dann plabbern sie in leisen Tönen. 
Ungewöhnlich ist auch ihr Verhalten, wenn sie sich bedroht fühlen. Anstatt wie andere Vögel der Gefahr zu entfliegen, verharren sie regungslos und stumm auf der Stelle. Ist die vermeintliche Gefahr erkannt, probieren sie sich durch langsames Klettern oder Laufen von der Gefahr wegzubewegen. Oft wird auch beobachtet, dass sie bei Gefahr ihren Schwanz mehrfach auf- und zufächern.
Anders läuft es jedoch ab, wenn sie in Panik sind. Dann fliegen sie ziellos durch die Gegend und können dadurch gegen Hindernisse prallen, was zu schweren Verletzungen, bis hin zum Tode des Tieres durch Genickbruch führen kann.
Also, wenn sie sich den Katharinasittichen nähern, dann bitte ruhig und vorsichtig nähern.