Keimfutter

Der Herstellung von Keimfutter bedarf es ein wenig Übung. Ganz wichtig ist es, bei der Herstellung von Keimfutter auf die Hygiene zu achten, da sich sehr schnell Schimmel und Pilze bilden können. Gerade in den Sommermonaten ist besondere Vorsicht geboten. Deshalb sollten die Geräte, die man zur Keim- oder Quellfutterherstellung benutzt jeden Tag gründlich mit heißem Wasser und Essigwasser gereinigt werden.
Zur Herstellung verwendet man am besten speziell zum Keimen gemischte Saaten, die man in guten Zoohandlungen oder über einen Versand bestellen kann. Möchte man es sich selbst zusammenstellen, so empfehle ich folgende Saaten, die dafür sehr gut geeignet sind: Hafer, Gerste, Dari, Milo, Weizen, Buchweizen, Kardisaat, Mung Bohnen, Negersaat
Am einfachsten ist es, wenn man ein Keimsilo aus dem Handel nimmt, wie Ihr ihn z.B. hier finden könnt.
Zuerst gibt man die benötigte Menge (pro Sittich wird ungefähr ein guter Esslöffel gerechnet) in ein feines Sieb und spült die Körner unter fließendem Wasser gut durch.
Dann gibt man die feuchten Körner in die eine der drei Schalen des Keimsilos und füllt in die oberste Schale Wasser(man kann alle Schalen zugleich befüllen oder nacheinander jeden Tag eine, sodass ein Zyklus entsteht.) Das Wasser läuft von oben durch jede Schale durch und befeuchtet so jedes Korn.
Das Ganze kommt für ca. 24 Stunden an einen dunklen Ort und wird danach im Sieb wieder gut durchgespült.
Das so gewonnene Quellfutter kann man entweder gleich verfüttern oder man wiederholt den Vorgang noch 1 - 2 mal, so dass Keimfutter entsteht. Wichtig ist hierbei nur, dass die Körner regelmäßig gewaschen werden, damit es frisch bleibt.
Sollte das gekeimt Futter mal irgendwie komisch riechen, dann bitte wegschmeißen, da es nicht mehr zum Füttern geeignet ist.
Die Keimlinge sollten nicht länger als 1 cm sein, da sie ab diesem Zeitpunkt Bitterstoffe entwickeln und somit nicht mehr so bekömmlich sind.
Das Keimfutter muss innerhalb weniger Zeit von den Tieren gefressen werden und spätestens nach 8 Stunden aus der Voliere entfernt und weggeschmissen werden.

 

Eifutter:

Die Herstellung von Eifutter ist eigentlich ganz einfach. Man verwendet ein hartgekochtes Eigelb und vermischt das entweder mit zerkleinertem Zwieback, Semmelbröseln oder Weißbrot. Zusätzlich kann man geriebene Karotte, Traubenzucker (höchstens einen Teelöffel), Babybreipulver, Körnerfutter, Kieselerde, Vitaminpräparaten, Nährhefe (eine Messerspitze voll), Magerjoghurt oder Magerquark hinzufügen.
So könne Sie selbst ausprobieren, wie es Ihre Kleinen am liebsten essen.
Wichtig hierbei ist auch wieder, dass sie das Eifutter nach wenigen Stunden wieder aus der Voliere entfernen