Chinesische Zwergwachtel ( Excalfactoria chinensis)

Beschreibung
Die chinesische Zwergwachtel gilt mit ihren 13-15 cm als kleinster Hühnervogel der Welt. Wegen ihrer geringen Größe wurde sie früher sogar als Handwärmer in den Taschen getragen. Das Weibchen ist immer ein bisschen größer als das Männchen. Damit sie auf dem Boden gut getarnt sind, haben sie einen braun-beige gescheckten Rücken und Kopf. An den Seiten sind sie blaugrau, an der Brust sind sie rötlich.
Mutationen gibt es mittlerweile in vielen Variationen. Die bekannteren Mutationen sind: Zimt, geperlt, Silber, Schecke, weiß, Rotbrust und Blaugesicht.

Den Hahn erkennt man an seiner typischen Gesichtsmaske. Das ist eine schwarz-weiße Kehlzeichnung.  Außerdem sind Hennen schlicht braun-gesprenkelt gefärbt. Für Zwergwachteln, bei denen man die Geschlechter nicht unterscheiden kann, gibt es den Wurmtest. Hält man der Henne einen Mehlwurm hin, so verschlingt sie ihn. Legt man ihn jedoch einem Hahn vor, so bringt er ihn der Henne zum Verzehr.
Leben in der Wildnis

Die Zwergwachtel ist von Südostchina, über Westindien, Indonesien, Philippinen und Neuguinea bis nach Nordostaustralien beheimatet. Dort lebt sie und einige Unterarten in feuchten Graslandschaften, Wäldern, bis hin ins Gebirge. Sie ist ein reiner Bodenbewohner und verbringt den ganzen Tag mit der Suche nach etwas essbarem. Genau wie jede andere Hühnerart kommt sie durch Scharren und Kratzen auf dem Boden an die Sämereien und Insekten, die zum Hauptbestandteil ihrer Nahrung gehören.
Sie meiden das offene Gelände. Sollten sie es allerdings doch mal passieren müssen, so tun sie dies in hoher Geschwindigkeit.
Ansonsten bewegen sie sich eher ruhig durch die Gegend.
Brut
Bei guten Witterungsbedingungen können Zwergwachteln das ganze Jahr über brüten.
Sie bauen das Nest aus Grasbüscheln, kleinen Zweigen im Dickicht , so dass die Henne während der Brut nicht mehr zu sehen ist. 
Damit die Zucht in einer Voliere auch gelingt, muss man - wie unter Haltung beschrieben - dem Weibchen ein Gefühl von Schutz und Sicherheit vermitteln, indem man Versteckmöglichkeiten schafft.

Ein Gelege besteht aus 4 - 15 Eiern. Die Henne kann die Eier auch in der ganzen Voliere verteilt ablegen, sammelt diese aber, nach Ablage des letzten Eies ein und rollt sie rückwärts laufend ins Nest. Nach ca. 16 Tagen schlüpfen die ersten Küken, die ungefähr so groß sind, wie eine Hummel. Da es Nestflüchter sind, begeben sie sich schon am zweiten Tag - im Schutze der Mutter - auf Futtersuche. Sie werden von beiden Elternteilen gemeinsam großgezogen. Füttern tut man die Kleinen mit einem zerkleinerten Gemisch aus Vogelmiere, Körnern, Weichfutter und Ameiseneiern.
Nach ca. 15 Tagen kann man sie mit 4mm Exotenringen beringen und von den Eltern entfernen. Mit 5 Wochen sind sie dann vollständig befiedert.
Schon im Alter von 6 Wochen beginnen die Hennen mit dem Eierlegen.